"Tom, bitte! Biiite!"

Veröffentlicht auf von Tom

 

...Natürlich wurde diese Aussage mit meinem richtigen Namen getroffen - In der Pfalz bei der Mittagspause im Weinberg:

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Im Vordergrund sieht man den Topmodernen Bus, mit dem wir tagtäglich in die "Berge" gefahren sind, im Hintergrund die Weinreben und den wunderbaren, strahlend blauen Himmel, der mir quasi einen Sonnenbrand beschert hat. Ist nicht weiter schlimm, aber angesichts der Jahreszeit erstaunlich.

Mit mir Trauben geschnitten haben meine Schwester und natürlich die vier Erntehelfer aus Polen, die uns einige sehr amüsante Momente geliefert haben...

Beispielsweise die "Chefin" der Polen. Sie hat immer für für die Mittagspause Brote geschmiert: 40% Brot, 20% Butter, 40% Belag. Naja, jedem das seine. Nach einem dieser Brote war man jedenfalls gut gesättigt. Allerdings schien die Chefin das nicht zu begreifen und uns mästen zu wollen.... Das halt mit ihren beschränkten Deutschkenntnissen, was zu der Aussage der Überschrift führte. Sollte ich euch mal treffen, bekommt ihr das zu hören ;)

 

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Endlose Reihen.

Wie sich das auf die Motivation auswirkt, könnt ihr euch sicherlich denken...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Vermutung, die ich vor Antritt der Reist geäußert habe, hat sich bestätigt. Man kann bei dieser monotonen Tätigkeit wirklich gut nachdenken. Bevor ich meine Gedanken mit euch teile, muss ich euch über meine "Hardware" aufklären.

Man derf nicht glauben, dass man in der Pfalz hinter dem Mond ist. Ich hatte sogar Internet, fand es aber reizvoll, mal die "altmodischen" Methoden zu verwenden. Um nicht zu sagen: Mein Blog war immer dabei:

SL736054 Das Bild ist nicht so gut geworden. Mein Blog zum mitnehmen! Ein kleiner Block, an dem ich einen Bleistift befestigt habe. Auf dem Umschlag prangt der Ausspruch: "Die ZUKUNFT war früher auch besser." Karl Valentin. So ein Spruch ist nicht notwendig, hilft aber beim Philosophieren! Ich habe diesen Blog fast immer dabei, wenn ich glaube, dass mir gute Gedanken kommen könnten.

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Meine Hand am Bloggen mit guter Musik im Hintergrund.

Man beachte das Wortspiel.

 

So, hier kommen meine philosophisch hoch wertvollen Gedanken.

Zunächst bin ich während des Traubenschneidens auf den Gedanken gekommen, dass die Zeit verdammt knapp ist. So ein Tag mit nur Traubenschneiden ist ratz-fatz rum. Das war echt krass, man denkt zwar während der Arbeit auf Grund der Eintönigkeit, es würde noch ewig weitergehen, aber weil nichts aufregendes passiert, hat man hinterher auch das Gefühl, kaum gearbeitet zu haben. Also zeitlich! Das man doch etwas geschafft hat, sieht man mehr oder weniger gut im Weinkeller. Aber man hat das Gefühl, dass es die Zeit zwischen 9 Uhr morgens und 18 Uhr abends quasi nicht gab, weil sie so schnell vergeht.

Das hat mir nochmal die Augen geöffnet, dass ich auf keinen Fall so einen eintönigen Job haben will, sondern eigentlich in die Forschung gehen muss, weil es da immer neues zu entdecken gibt.

 

Am Samstagabend (9. 10.), nachdem ich den ganzen Tag gearbeitet habe, habe ich einen "Bericht" in meinen Blog geschrieben. Ich Tippe ihn wörlich ab, dann kommt er vermutlich am Besten rüber:

 

"Viele Grüße aus der Pfalz!
Es ist schön hier... Schöner als erwartet. Zumindest im Wingert
[Weinberg], wenn die Sonne rauskommt. Geile Landschaft, muss man schon sagen! Die Arbeit ist natürlich sehr eintönig, aber das macht es interessant. Man bekommt das Gefühl, nichts getan zu haben.

Zur Arbeit: Heute war es so: Um 9 Uhr aufstehen, frühstücken. um 0940 dann mit den polnischen Helfern, die fast kein Deutsch können, in den ca. 30 Jahre alten VW-Bus (T2) steigen und zum Wingert fahren. Dann schneiden, zu zweit eine Reihe. Jeder einen Eimer. Wenn der voll ist, wird er in den Traktorhänger geleert von einem, der quasi nur das macht. Wenn der Hänger voll ist, kommt entweder "alter Chef" oder "junger Chef fahren schnell" (Traktor) "Jens Schuhmacher" [Zitate von den Polen] mit nem anderen Traktor mit leeren Hänger, steigt auf den vollen um und weiter gehts. Dann um 1230 für 30 min. Mittagspause im Wingert und weiter gehts. Was teilweise alles im Wein ist, will man nicht wissen. Die faulsten, gammligsten Trauben sind noch gut, solange sie nicht nach Essig stinken...es gibt auch andere Ansichten.
Ich geh jetzt schlafen. Gute Nacht!" 

 

So war das dort. Ich schließe mich dem letzten Satz meines Ziterten Abschnittes nicht direkt an, aber auch bald. Mal sehen, was ich bis dahin mache und ob ich noch mehr meiner "Pfalzgedanken" veröffentliche.

 

Euch allen noch schöne Restferien oder eine schöne Woche!

Euer Tom.

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N
<br /> Hey Tom,<br /> <br /> Ich wollte nur mal eben loswerden das man nicht nur in der Forschung abwechslungsreiche Jobs finden kann. Um ehrlich zu sien kann die Forschung auch sehr sehr eintönig sein wenn man eben eine Reihe<br /> an Experimenten machen muss... bei der Probenzahl von jenseits der 10000 kann das durchaus auch sehr sehr eintönig sein. Zumindets das Analysieren.<br /> <br /> Nun auf der anderen Seite ist z.B. das Handwerk äußerst abwechslungsreich. Ich denke das man so oder so nicht um monotone Tätigkeiten rumkommt. Und wenn man studiert ist oder zumindets ne<br /> Ausbildung hat ist die Tätigkeit auf jeden Fall anspruchsvoller als die eines Ungelernten(z.B. Erntehelfer.)<br /> <br /> grüße<br /> <br /> <br />
Antworten
T
<br /> <br /> Prinzipiell hast du wohl Recht, aber ich will ja nicht der Laborant sein, sondern der, der Analysen in Auftrag gibt.<br /> <br /> <br /> Brauch man in der Klimaforschung überhaupt Chemiescha Analysen? bestimmt, Luftchemie und son Kram... oder Meerwasser...<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Jedenfalls gibt es in der Forschung mehr Chancen auf "neue Entdackungen" (keine riesigen) = Abwechslung, als bei Opel am Fließband oder Zeichenbrett. Das wollte ich ausdrücken.<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> Das ist ja super Werbung... eieiei... wie gut, dass das Weingut namentlich nicht erwähnt wird, sonst würde dein Lohn anders aussehen. Immerhin werden bei Handlese die ganz richtig fiesen Träubchen<br /> aussortiert, nicht so wie im Vollernter. Und die Mäuse landen auch eher selten im Kübel! ;-)<br /> Aber so ist das nunmal bei Weißwein. Für Rotwein haben wir nur die schönsten Träublein ausgewählt und für Traubensaft eh. Und solang das Ergebnis nicht mehr so pampige Brühe ist und lecker schmeckt<br /> ist doch alles wunderbar! :-)<br /> Hach ja, war schon ne lustige Zeit B... äh... Tom! :-D<br /> Und das mit dem Heimkommen kann ich voll und ganz nachvollziehen. Allerdings gehts mir sowohl so, wenn ich nach Mainz fahre und unsere Kirchtürme sehe, als auch wenn die schöne Pfälzer<br /> Berglandschaft am Horizont auftaucht... eigentlich auch sehr cool mehrere zu Hauses zu haben!<br /> Liebste Grüße!<br /> Freundin von junger Chef.<br /> <br /> <br />
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