Filmkritik

Veröffentlicht auf von Tom

"Das Bourne Vermächtnis" - so heißt der vierte Teil der Bourne-Saga. Ein Vermächtnis ist es in der Tat, in die großen Fußstapfen von Matt Damon treten zu müssen, der in den erste drei Teilen als Hauptperson brillierte. Dieses Vermächtnis wurde Jeremy Renner zuteil, der als Aaron Cross die neue Hauptperson ist. Warum er plötzlich da ist und woher er kommt bleibt schleierhaft - er ist dennoch sehr gut Dargestellt und wirkt authentisch.
Die Schwächen offenbart der Film beim Plot. Krampfhaft wird versucht, eine Verknüpfung zu der Trilogie herzustellen, zu der man diesen Teil wohl kaum zählen kann. So fragt man sich, warum der Titel noch "Bourne" enthält, obwohl man doch nur zwei mal kurz ein Foto von selbigem zu sehen bekommt. Der Film beginnt vielversprechend, doch dann kommen verwirrende Hintergrundinformationen hinzu, bis man sich plötzlich mitten im Finale wiederfindet. Hier zaubert der Geheimdienst plötzlich noch einen Agenten aus einem weiteren Geheimprogramm hervor - während man nichteinmal die Hintergründe von jenem kennt, dem Cross entsprungen ist. Die größte Schwäche, gerade im Vergleich zu den Vorgängern ist genau diese Hintergrundlosigkeit. Jason Bourne hat ein Ziel – er will mehr über sich und das was er ist herausfinden. Cross hingegen hat nur ein profanes Ziel, das dem Film die gewohnte Tiefe nicht geben kann: Überleben.
Nach dem Finale, das selbst schnell langweilig wird, kommt der Film innerhalb von etwa einer Minute zum Schluss und lässt zu viele Fragen unbeantwortet. Eine Fortsetzung wird angedeutet, ob diese die Schwächen ausmerzen kann, ist jedoch zu bezweifeln.

Werbung

Veröffentlicht in Berichte

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post